#TellingPictures: Peters Monster

*R. L. Stine Fan-Fiction im Rahmen der #TellingPictures Writing Challenge. Weitere Kurzgeschichten anderer Teilnehmer findet ihr am Ende dieses Beitrags (wird aktualisiert). Ich hätte gerne vernünftige Absätze reingemacht, aber das ist mit WordPress so eine Sache! Lesezeit: ca. 10 Minuten. © C. Deville


»Es hat die Karre gefressen«, hauchte Peter. »Mitsamt dem Fahrer.«
Jason verdrehte die Augen. »Erzähl uns keinen Mist, Alter!«
»Das ist die Wahrheit! Ich schwör‘ es euch!«
»Ist klar. Und ich habe gestern eine Riesenspinne gesehen, die einen Köter in einen Kokon gewickelt und danach zum Abendessen verspachtelt hat!«, äußerte David sarkastisch.

Es war Freitagmorgen, kurz vor Unterrichtsbeginn, als Peter ihnen von dieser beknackten Geschichte erzählte. Zum wiederholten Male! Jason wusste nicht wirklich, was der Neue damit bezwecken wollte. Vielleicht war das ja seine Art, Aufmerksamkeit zu erregen?
»Na, was hat unser Peety dieses Mal erlebt?«, fragte Megan, die soeben gemeinsam mit ihrer Freundin Nancy im Klassenzimmer eingetroffen war.
»Nenn‘ mich nicht so«, fauchte Peter.
Megan grinste belustigt und beugte sich über den Tisch, an dem er saß. »Lass‘ mich raten!«, sagte sie und riss ihre Augen vor gespieltem Entsetzen weit auf. »Eine Zombie-Apokalypse in deinem Garten? Ein Vampir in deinem Schlafzimmer? Nein, ich hab’s! Dir sind endlich Barthaare gewachsen und jetzt denkst du, du verwandelst dich in einen Werwolf?«
Darüber lachten alle. Bis auf Peter.
»Hey! Sei‘ doch nicht so gemein zu dem armen Peety!«, frotzelte David. »Er hat eben eine blühende Fantasie!«
»Von wegen! Ich weiß, was ich gesehen habe!«
»Was hat er denn gesehen?«, fragte Nancy. Sie war ein paar Tage krank gewesen und deswegen die einzige von ihnen, die Peters Story noch nicht kannte.
»Na, das Monster«, erklärte Jason mit schauriger Stimme. »Es haust draußen im Fear-Street-Wald. Sieht aus wie eine fette Kröte, nur tausend Mal größer. Hat ein einziges riesiges Glubschauge und einen monströsen Schlund mit langen spitzen Zähnen darin.«
»Man nennt es das Autofahrer-Fresser-Monster«, ergänzte David. Er versuchte ernst zu bleiben, versagte jedoch komplett. »Weil es… mit Vorliebe… Autos und deren Fahrer verspeist!«
Er grölte los. Jason und Megan fielen in das Gelächter mit ein.
Nancy schnitt eine Grimasse. »Wenn das ein Aprilscherz sein soll, dann ist das der mieseste, den ich je gehört habe!«
Sie wollten ihr gerade erklären, dass Peter die Sache tatsächlich ernst meinte, aber dann kam ihr Lehrer in die Klasse und sie mussten sich alle auf ihre Plätze setzen.

***

Niemand hatte Lust auf die Mathematikstunde. An einem Mittwoch war Mathe schon schlimm genug, an einem Freitagmorgen grenzte es an Folter. Nicht mal Peter machte mit, dabei war Jason aufgefallen, dass er in Naturwissenschaften echt was draufhatte. In der letzten Mathestunde hatte er eine krass-schwere Aufgabe an der Tafel vorgerechnet, als würde er nichts weiter als das Einmaleins herunterbeten. Und in Chemie hatte er Jason und David gezeigt, wie man aus ein paar Chemikalien in Handumdrehen eine Bombe basteln konnte. Echt heftig!
Er schaute zu Peter herüber, um zu sehen, was er machte. Genau in dem Moment kam eine kleine Papierkugel aus Peters Richtung auf seinen Tisch geflogen und landete dort. Jason suchte fragend nach Peters Blick, doch der tat so, als wäre nichts gewesen.
Jason faltete den Zettel auseinander. Eine Nachricht entblößte sich, mit einem dicken, schwarzen Filzstift geschrieben: Heute Abend 10 Uhr. Fear Street Wald. Ich zeige euch das Monster! P

***

»Wo fährst du eigentlich hin, Jason?«, erkundigte sich Nancy von der Rückbank. »Ich wüsste nicht, dass es hier lang zur Disco geht!«
David, der auf dem Beifahrersitz saß, drehte sich nach hinten um. »Wir machen noch einen kleinen Abstecher zum Fear-Street-Wald«, erklärte er belustigt.
»Waaas?«
»Habt ihr Peters Nachricht etwa nicht gelesen?«
»Habt ihr Peters Nachricht etwa nicht gelesen!«, äffte ihn Megan nach. »Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass es in dem Wald ein Monster gibt?«
»Natürlich nicht!«, entgegnete David. »Sehen wir aus, als hätte uns jemand das Hirn amputiert?«
»Und warum fahren wir dann trotzdem zu diesem beknackten Wald?«, wollte Nancy wissen.
»Weil wir Peter eine Lektion erteilen wollen!«, meldete sich Jason. »Hoffentlich hört er dann endlich auf, diese bescheuerte Monstergeschichte zu erzählen. Mir bluten schon die Ohren davon!«
»So sieht’s nämlich aus!«, äußerte David. »Der kleine Peety bekommt seine Lektion und danach schwingen wir hübsch das Tanzbein.«
»Na, gut. Aber baut ja keinen Mist!«
Es war kurz vor 10 Uhr, als sie in die Fear Street einbogen. Die Scheinwerfer des Vans tauchten die verlassene Straße in gespenstisch-weißes Licht.
»Irgendwie unheimlich hier«, murmelte Nancy.
»Finde ich auch«, sagte Megan. »In den Häusern brennt nirgendwo Licht.«
»Wahrscheinlich wohnen hier nur alte Säcke und die sind längst alle im Bett«, witzelte David.
»Die Straßenlaternen sind auch alle aus«, bemerkte Nancy.
»Shadysides neue Sparpolitik«, kommentierte Jason trocken.
Die Fear Street endete in einer Sackgasse. Direkt dahinter tat sich ein dichter Nadelwald auf. Er sah nicht besonders einladend aus, schon gar nicht, wenn es so dunkel war wie jetzt.
Megans Schrei kam aus dem nichts.
Jason erschreckte sich derartig, dass er mit voller Wucht auf die Bremse trat. Die Reifen des Vans jaulten auf und der Wagen kam mit einem entsetzlichen Ruck zum Stehen.
»Was zur Hölle…?«, fluchte David, der mit dem Kopf beinahe gegen das Armaturenbrett gedonnert war.
»Was schreist du denn so?«, motzte Jason in Richtung Megan.
»Da-da-da… draußen ist je-jemand.«
Durch ihr Fenster deutete sie auf eine Stelle links vor ihnen. Als Jason die Augen zusammenkniff, entdeckte er eine Person, die schwach von den Scheinwerfern erleuchtet wurde. Sie stand einfach dort rum, hatte eine Kapuze über den Kopf gezogen und hielt einen länglichen Gegenstand in der Hand.
»Scheiße. Wer ist das? Und was macht der da?«, fragte Jason nervös.
»Auf jeden Fall ist er mir unheimlich«, erwiderte Megan.
»Mir auch«, sagte Nancy ängstlich. »Was hat er da in der Hand? Ist das eine Waffe?«
David prustete los.
»Was ist daran so lustig, eh?«
»Mensch, guckt doch mal genau hin! Das ist kein irrer Serienmörder, der da draußen steht, sondern Peety, mit einem Regenschirm in der Hand!«
»Klar. Habe ich doch gleich gesehen«, behauptete Jason.
»Von wegen! Du hast dich fast nass gemacht!«
»Ach, halt die Klappe!«
Jason fuhr wieder an und hielt dann direkt bei der Stelle, wo Peter stand. Er kurbelte die Fensterscheibe runter und begrüßte ihren Klassenkameraden.
»Hi, Peety! Was geht?«
»Hi. Was war das da gerade eben? Auf den letzten Metern abgewürgt?«
»Nee. Megan hat plötzlich Panik gekriegt, weil sie dachte, du wärst ‘n irrer Axtkiller oder so was in der Art.«
»Stimmt gar nicht«, beschwerte sich Megan.
»Sie hat recht. Jason hat sich auch fast in die Hosen gemacht.«
Jason hieb David mit dem Ellenbogen in die Seite.
»Aua!«
»Na, jedenfalls cool, dass ihr gekommen seid!«, sagte Peter.
»Wir können es selbst nicht fassen!«, erwiderte Jason. »Wo finden wir denn jetzt dein schnuckeliges Monster?«
»Im Wald.«
»Und wo da?«
Peter zuckte mit den Schultern. »Weiß nicht. Wir müssen auf jeden Fall ein Stückchen rein.«
Jason fragte sich, was Peter im Schilde führte. Er brachte diese Monstersache so überzeugend rüber, dass man das Gefühl bekam, dass er es ernst meinte.
»Dann nehmen wir das Auto. Ich habe keinen Bock, so weit zu latschen.«
Allgemeine Zustimmung. Nur Peter runzelte die Stirn. »Ich halte das für keine gute Idee. Schon vergessen, dass das Monster gerne Autos frisst?«
»Das Risiko gehen wir ein.«
»Na, gut. Aber sag‘ hinterher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.«
Wieder lag eine beunruhigende Ernsthaftigkeit in Peters Stimme. Er öffnete die Beifahrertür und setzte sich auf den Platz hinter Jason, den Megan für ihn freigemacht hatte, indem sie in die Mitte gerutscht war. Dann fuhren sie in den Wald hinein. Einen matschigen, braunen Weg, der sich in leichten Kurven tiefer und tiefer in den dunklen Wald wandte.
Nach etwa fünf Minuten tippte David Jason an. »Wie weit willst du noch fahren?«, fragte er ihn flüsternd.
»Noch ein bisschen. Es soll sich ja auch lohnen, nicht wahr?«
David grinste diabolisch.
Sie folgten dem Weg für weitere fünf Minuten. Immer wieder fuhren sie durch schlammige Furchen, in denen der Van beinahe steckenblieb. Die nächste Autowäsche würde nicht ganz billig werden, aber das war es Jason allemal wert.
Sie sahen nichts Außergewöhnliches. Einmal huschte irgendein Nager über den Weg, doch von einem Monster war weit und breit nichts zu sehen. Natürlich nicht. Schließlich hielt Jason den Wagen irgendwo mitten im Wald an. »Also ich habe bis jetzt noch kein Monster gesehen«, äußerte er, wobei er Peters Gesicht durch einen Blick in den Rückspiegel fixierte.
»Vielleicht müssen wir es erst rufen?«, schlug David vor. Er kurbelte sein Fenster herunter und heulte wie ein liebeskranker Wolf in den nächtlichen Wald hinein: »Au au auuuuuuhhh…«
»Ugh! Das klingt ja grauenhaft«, stöhnte Megan, doch dann fing sie an zu lachen, genauso wie Jason und Nancy.
»Ihr glaubt mir immer noch nicht?«, erkannte Peter. Er fand Davids Heulerei offensichtlich gar nicht komisch.
»Wie kommst du bloß darauf?«, erwiderte Megan sarkastisch.
»Es ist hier«, beharrte Peter. »Ihr müsst nur noch ein bisschen Geduld haben!«
»Hör endlich auf, Peety! Die Show ist vorbei!«
»Wie meinst du das?«
Jason seufzte. »Was denkst du, warum wir mit dir heute in diesen dämlichen Wald gefahren sind, eh?« Seine Stimme wurde lauter. »Nun, ganz sicher nicht, um dieses Monster zu sehen. Es gibt keine Monster, Peety! Das wissen die kleinen Hosenscheißer im Kindergarten, man!«
»Aber…«
»Nichts aber! Wir werden dir heute eine kleine Lektion erteilen! Damit du endlich aufhörst, diese nervige Gruselgeschichte zu erzählen. Du wirst jetzt aus dem Auto aussteigen und dann kannst du von hier schön zu Fuß nach Hause gehen. Hast du das kapiert, Peety?«
»Nein… bitte… Ihr versteht das…“
»Du steigst jetzt aus dem Wagen aus. Sofort!«
Nancys Kreischen ging durch Mark und Bein.
Keine Sekunde später schrie auch Megan wie am Spieß.
»Was ist denn jetzt…?« David brach mitten im Satz ab. Sein Mund klappte auf und seine Augen sprangen hervor, als würden sie etwas Unbegreifliches sehen.
»Was habt ihr denn plötzlich, Leute?«
Anstatt Jasons Freunden antwortete Peter in einer selbstgefälligen Art: »Guck‘ doch, wer gekommen ist…«
Jason richtete seinen Blick erst nach vorn und dann langsam nach oben.
Und dann sah er es.
Ein riesiges Auge. Gruselig gelb. Mit einer dicken, schwarzen Pupille in der Mitte und roten Adern, die sich wie Äste über den Augapfel zogen. Das Auge stierte auf sie herab, als seien sie ein interessantes Objekt in einer Miniaturwelt.
»Völlig unmöglich«, hauchte Jason.
Die Mädchen hatten aufgehört zu schreien, wimmerten nun leise. David brachte immer noch keinen Ton heraus.
Peter schien der einzige zu sein, der beim Anblick des Monsters nicht in Panik verfiel. Beinahe euphorisch rief er: »Ich habe euch gesagt, dass es existiert!«
Der Boden bebte, als sich das Monster in Bewegung setzte. Jason war es ein Rätsel, wie ein so gewaltiges Ding nahezu unbemerkt in diesem Wald hausen konnte. Nicht nur, dass der Kopf über die Kronen der höchsten Bäume emporragte. Die Erschütterungen seiner schweren Schritte mussten in der ganzen Stadt zu spüren sein!
Als der riesige Schlund im faden Licht der Schweinwerfer auftauchte, wurden Jasons Knie butterweich. Das Monstrum würde keine Probleme damit haben, sie mit einem einzigen Happen zu verschlingen!
»Worauf wartest du noch?«, schrie Nancy.
Jason tat nichts, fühlte sich wie gelähmt.
»JASON! RÜCKWÄRTSGANG! SOFORT!«
Die gigantische Pranke des Monsters schnellte hervor, als würde sie nach einem Spielzeugauto greifen.
Jason reagierte gerade noch rechtzeitig. Er legte den Gang um und trat aufs Gaspedal. Der Van setzte sich ruckartig in Bewegung und die Monsterpranke wischte nur knapp an der Motorhaube vorbei.
»Aaaaahhhhh!«
Der Wagen fuhr nun schlingernd rückwärts. Schlamm spritzte gegen die Fenster, während Jason wie wild am Lenkrad riss, um sie in der Spur zu halten. Er brauchte nicht nach vorn zu sehen, um zu wissen, dass sie das Monster verfolgte. Jeder Schritt, den es tat, verursachte ein kleines Erdbeben.
Eine der Furchen wurde ihnen zum Verhängnis. Jason gab Vollgas, doch mit einem Mal versackten die Hinterräder des Vans fast vollständig im Schlamm und schafften es nicht mehr heraus.
»Fahr verdammt noch mal weiter, Jason!«, brüllte David. »Oder wir enden alle als Monsterfutter!«
»Ich versuch’s ja!«
Er trat aufs Gas, immer und immer wieder, doch die Reifen drehten jedes Mal durch. Sie steckten fest!
Völlig unerwartet öffnete Peter die Beifahrertür und stieg aus.
»Peter! Bist du völlig verrückt geworden? Steig sofort wieder ein!«
Anstatt auf Davids Warnung zu hören, lief er direkt vor das Auto und auf das Monster zu.
»Er begeht Selbstmord«, konnte es David nicht fassen.
»Wir sollten auch aussteigen!«, erwiderte Jason.
»Was?«
»Natürlich sind wir nicht so dämlich wie Peter und lassen uns von dem Monster fressen. Wir rennen weg!«
»Äh, ja. Guter Plan. Mädels?«
»Wir wollen auch nicht gefressen werden!«, jammerten sie.
»Dann kommt!«
Eilig kletterten sie aus dem Van. Peter hatte sich inzwischen mitten ins Scheinwerferlicht gestellt, als könne er es kaum erwarten, bei lebendigem Leib von dem Monster verspeist zu werden.
Und dann, gerade als Jason und die anderen loslaufen wollten, reckte Peter seinen Kopf hoch zu den Bäumen und rief: »Ey, Groggy! Würdest du bitte aufhören, meinen Freunden Angst zu machen?«
Das Monster gab ein lautes, schleimiges Grunzen als Antwort. Dann beugte es sich vor und schrumpfte ein wenig in sich zusammen, so als hätte es sich auf die Knie gesetzt. Das riesige Auge blickte nun direkt ins Scheinwerferlicht und musste kräftig blinzeln.
Peter drehte sich zu Jason und den anderen um. »Ihr müsst das Licht ausmachen!«, verlangte er. »Oder zumindest runterregulieren.«
»Okay«, sagte Jason, völlig perplex. Er lehnte sich ins Auto und stellte auf Standlicht um.
»Danke. So ist’s schon viel besser. Nicht wahr, Groggy?«
Das Monster grunzte erneut und klang dabei irgendwie zufrieden.
»Groggy kann Licht nicht ausstehen«, erklärte ihnen Peter. »Deshalb ist er auch so wütend geworden.«
»Groggy?«, fragte David, der genauso verblüfft war wie Jason.
»Ja. Groggy. So lautet sein Name.«
»Das heißt, du kennst dieses Monster?«
»Na, klar. Aber eigentlich ist es gar kein Monster.«
»Es sieht aber aus wie ein Monster!«
Peter zuckte mit den Schultern. »Jetzt vielleicht schon. Aber ursprünglich war Groggy mal eine ganz normale Kröte.«
»Eine Kröte?«, fragte Megan ungläubig.
»Ja. Ich habe sie als Haustier gehalten. Bis zu dem Tag, an dem mein Experiment für den Wissenschaftspreis völlig aus dem Ruder gelaufen ist…«
»Ich muss träumen«, sagte Nancy, die offensichtlich kurz vor einem Ohnmachtsanfall stand.
Peter grinste entschuldigend. »Aber ihr braucht jetzt wirklich keine Angst mehr zu haben. Das eben war eine Ausnahme. An sich ist Groggy ganz harmlos.«
»Harmlos? In der Schule hast du uns erzählt, dass das Monster – Groggy – ein Auto gefressen hat«, erinnerte ihn Jason.
»Und den Autofahrer!«, ergänzte Megan.
»Ach, das…«
»Das war nur ein Scherz, oder?«, erkundigte sich Jason.
»Nicht wirklich. Um ganz ehrlich zu sein: Groggy hat eine Schwäche für Autos. Eine kleine Nebenwirkung des Experiments.«
»Du hast zugelassen, dass deine mutierte Kröte einen Menschen frisst?«, fuhr David ihn an.
»Es ist nicht so, dass ich ihn nicht gewarnt hätte. Aber er wollte einfach nicht aus seinem Auto raus. Pech für ihn, würde ich sagen.«
»Du bist ja vollkommen durchgeknallt, Peety! Dein von dir erschaffenes Monster hat einen Menschen auf dem Gewissen und dich juckt das nicht mal? Lasst uns lieber gehen Leute, bevor ich diesem Irren hier noch den Hals umdrehe.«
Die anderen dachten das gleiche und gingen zum Van zurück.
»Ihr wollte doch nicht etwa mit dem Auto nach Hause?«, fragte Peter.
»Was denn sonst?«
»Ich fürchte, das wird nicht klappen. Nachts hat Groggy immer schrecklichen Hunger.«
»Ich verfüttere den Van nicht an deine fette Kröte. Kannst du knicken!«
»Was willst du dagegen tun, eh?«
Ihm stockte der Atem.
Peter hatte recht. Der Wagen steckte im Schlamm fest und das Monster stand direkt vor ihnen
»Und was sage ich meinen Eltern?«, fragte Jason, plötzlich wieder ganz kleinlaut.
»Keine Ahnung. Vielleicht so was wie: ›Mummy, Daddy. Ihr müsst mir glauben! Das Autofahrer-Fresser-Monster existiert wirklich!‹«
Und dann lachte er auf eine äußerst gehässige Art und Weise. Und Groggy lachte mit ihm.

Ende

 


Ich hoffe, die kleine Gruselgeschichte hat euch gut unterhalten! Lasst mir gerne euer Feedback da… 😀

Weitere Kurzgeschichten der ersten #TellingPictures Challenge findet ihr hier:

Von Corly: https://lesekasten.wordpress.com/2019/03/06/challange/

Von Rina: https://wp.me/p8qB43-6U1

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7 Kommentare zu „#TellingPictures: Peters Monster

  1. Hehe – das ist quasi die Rache dafür, dass sie ihn immer hänseln.
    Sehr spannend mit einer schön sarkastischen Wendung.
    Toll die Szenen beschrieben und die Umgebung. Hat mir sehr gut gefallen.

    Gefällt 1 Person

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